Gleich zwei Alternativen boten die Schachfreunde Heimersheim ihren Mitgliedern an „Fassenachtsfreitag“. So durften zunächst die Jugendlichen in einem Tandemturnier ihre Kräfte messen und später spielten die „Großen“ ihr zweites Schnellschachturnier dieser Saison.

 

2. Schnellschachturnier 2017

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Zunächst sah es am Faschingsfreitag so aus, als zögen die meisten Schachspieler es vor, lieber die Fernsehsitzung anzuschauen, als zum Spielabend zu gehen. Doch gegen Viertel nach Acht waren doch acht Spieler eingetroffen. Nun verkündete Turnierleiter Julian Maus die Modalitäten, und wollte gemäß der Ausschreibung ein Rundenturnier (Jeder gegen Jeden) spielen lassen. Damit das Turnier nicht zu lange dauern würde, legte er die Bedenkzeit auf zehn Minuten pro Spieler fest. Doch es regte sich Widerstand gegen diesen Modus. Eine Schnellschachpartie müsse mehr als zehn Minuten Bedenkzeit haben, gab Jochen Schwarz zu bedenken. Damit

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hatte er völlig recht, denn in den FIDE-Regeln steht, dass ein Schnellschachturnier „mehr als 10 Minuten“ dauern müsse. Doch da dies kein internationales Turnier war, stimmte man demokratisch ab und entschied sich am Ende doch mit knapper Mehrheit für den 15-Minuten-Modus. Mit Blick auf die Uhr wurde ein fünfrundiges Turnier nach dem Schweizer System gespielt. Wie üblich übernahm Thomas Klein die Technik und nahm die Auslosungen der einzelnen Runden vor. Da er keine Lust hatte, die Leinwand aufzubauen, testete er die Wand als Projektionsfläche. Wie man unten sehen kann, war diese eine brauchbare Alternative.

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T09Auch ohne Leinwand konnte man die Tabellen gut erkennen

 

1.Runde

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Die Ergebnisse dieser ersten Runde entsprachen weitestgehend den Erwartungen, das heißt die Favoriten gewannen ihre Spiele. Es gab nur eine Ausnahme am dritten Brett, denn dort trennten sich Turnierleiter Maus und Vereinsvorsitzender Biewer unentschieden. Aber es war wenigstens ein ausgekämpftes Remis.

Ergebnisse

Michel, Udo Schwarz, Jochen

0

1

Poor, Otto Thorn, Jochen

1

0

Maus, Julian Biewer, Ralph

½

½

Resa, Farid Vering, Thorsten

1

0

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T01Da rauchen die Köpfe: Jochen Thorn (links) und Thorsten Vering

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2.Runde

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In der zweiten Runde gab es überraschenderweise zwei Remispartien sowie zwei Schwarzsiege. Jochen Thorn war gesundheitlich angeschlagen und musste nach dieser Runde das Turnier beenden. Doch zuvor brachte er noch das Kunststück fertig, Julian trotz zweier Minusfiguren ein „ewiges Schach“ aufs Brett zu zaubern.

Ergebnisse

Schwarz, Jochen Poor, Otto

0

1

Biewer, Ralph Resa, Farid

½

½

Thorn, Jochen Maus, Julian

½

½

Vering, Thorsten Michel, Udo

0

1

 

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T07Zu laut im Raum? Udo Michel (links) hat das richtige Rezept

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3.Runde

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Auch in der dritten Runde gab es ein Remis. Da dies das letzte Unentschieden des Turniers war, sei mal folgende (nicht ganz ernst gemeinte) Überlegung gestattet: An jeder Remispartie war entweder der Turnierleiter oder der Vorsitzende beteiligt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Durch Jochen Thorns Weggang gab es ab jetzt immer einen Spieler, der spielfrei hatte und einen kampflosen Punkt mitnehmen konnte.

Ergebnisse

Poor, Otto Resa, Farid

1

0

Maus, Julian Schwarz, Jochen

½

½

Michel, Udo Biewer, Ralph

0

1

Vering, Thorsten spielfrei

+

 

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T06Auch in der dritten Runde gab es sehr spannende Spiele

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4.Runde

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In der vierten Runde gewannen ausschließlich die Weißen. Endlich gab es mal ein Ergebnis, wie man es in einem Schnellschachturnier erwartet. Der Chef, Ralph Biewer, schaffte es, Otto Poor zu besiegen und somit das Endergebnis offen zu halten. Damit dürfte der Verdacht der „Schiebung“ vom Tisch sein.

Ergebnisse

Biewer, Ralph Poor, Otto

1

0

Resa, Farid Maus, Julian

1

0

Schwarz, Jochen Vering, Thorsten

1

0

Michel, Udo spielfrei

+

 

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T08Thorsten Vering (vorne rechts) machte es Jochen Schwarz nicht gerade leicht

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5.Runde

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Nachdem Turnierfavorit Otto Poor eine Runde zuvor eine Niederlage kassiert hatte, musste er in der letzten Runde auf Sieg spielen, um seinen Turniererfolg abzusichern. Dies gelang ihm in einer spannenden Partie gegen Udo Michel. Damit wurde er unangefochten Sieger. Herzlichen Glückwunsch!

Ergebnisse

Schwarz, Jochen Biewer, Ralph

1

0

Poor, Otto Michel, Udo

1

0

Vering, Thorsten Maus, Julian

0

1

Resa, Farid spielfrei

+

 

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T03Schwebt die „Hand Gottes“ über Udo Michels Brett?

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Endstand

 

Pl.

Teilnehmer

Punkte

Buchholz

1.

Poor, Otto

4

13

2.

Resa, Farid

12½

3.

Schwarz, Jochen

11½

4.

Biewer, Ralph

3

14½

5.

Maus, Julian

12

6.

Michel, Udo

2

12½

7.

Vering, Thorsten

1

11½

8.

Thorn, Jochen

½

12½

 

Endstand als Kreuztabelle

 

Rang

Teilnehmer

TWZ

1

2

3

4

5

6

7

8

Punkte

Buchholz

1.

Poor, Otto

1847

 

1

1

0

 

1

 

1

4

13

2.

Resa, Farid

1671

0

   

½

1

 

1

 

12½

3.

Schwarz, Jochen

1881

0

   

1

½

1

1

 

11½

4.

Biewer, Ralph

1673

1

½

0

 

½

1

   

3

14½

5.

Maus, Julian

1490

 

0

½

½

   

1

½

12

6.

Michel, Udo

1507

0

 

0

0

   

1

 

2

12½

7.

Vering, Thorsten

949

 

0

0

 

0

0

   

1

11½

8.

Thorn, Jochen

1498

0

     

½

     

½

12½

 

Die Siegerehrung

T10

Der Sieger: Otto Poor nimmt seinen hochprozentigen Preis entgegen

 

T11

Zweiter mit knappem Vorsprung: Farid Resa gewinnt eine Flasche Sekt

 

T12

Dritter Sieger: Jochen Schwarz freut sich über „Edle Trüffel“

 

T13

Julian Maus gewann den Jugendpreis als bester (und einziger) Jugendlicher

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